Risikointelligenz-Software konsolidiert Risikodaten aus verschiedenen externen Quellen, um Organisationen einen besseren Einblick in das gesamte Spektrum ihres organisatorischen Risikoprofils zu geben. Diese externen Datenquellen können traditionelle Nachrichtenmedien, soziale Medien, das Darknet, behördliche Einreichungen und mehr umfassen.
Risikointelligenz-Software wird hauptsächlich von Risikobeauftragten verwendet, aber auch von Unternehmenskommunikationsteams genutzt, um auf Vorfälle zu reagieren, die den Ruf einer Organisation bedrohen.
Viele Risikointelligenz-Tools bieten Peer-Benchmarking-Funktionen, um die Risikoleistung im Vergleich zu Wettbewerbern und innerhalb von Branchen zu messen. Diese Software sammelt Daten und warnt Organisationen in Echtzeit vor sich ändernden externen Risiken. Sie kann auch in einigen Fällen verwendet werden, um Reaktionen auf natürliche oder von Menschen verursachte Notfälle zu informieren.
Ihr häufigerer Anwendungsfall liegt jedoch in der strategischen Risikomanagementplanung und Krisenkommunikation. Risikointelligenzprodukte wären nicht die einzige Notfallmanagement-Software oder kritische Ereignismanagement-Plattform, die verwendet wird, um auf unmittelbare physische Sicherheitsbedrohungen zu reagieren.
Während Risikointelligenz-Software unter Risikomanagement fällt, unterscheidet sie sich von anderen Lösungen wie Enterprise Risk Management (ERM)-Software, die Audits und umfassendere Risikobewertungen umfasst. Im Gegensatz zu operativer Risikomanagement-Software, die hauptsächlich interne Daten analysiert, verlässt sich Risikointelligenz auf externe Quellen. Sie unterscheidet sich auch von Drittanbieter- und Lieferantenrisikomanagement-Software, die externe Geschäftsrisiken bewertet, während Risikointelligenz das gesamte Risikoprofil einer Organisation unter Verwendung externer Daten bewertet.
Risikointelligenz kann mit Bedrohungsintelligenz-Software verwechselt werden, da Bedrohungsintelligenz-Software Organisationen Informationen zu den neuesten Formen von Cyberbedrohungen wie Zero-Day-Angriffen, neuen Formen von Malware und Exploits bietet. Bedrohungsintelligenz gehört jedoch fest in den Bereich der Cybersicherheit, während Risikointelligenz eine breitere Palette von Bedrohungen berücksichtigt.
Um für die Aufnahme in die Kategorie Risikointelligenz in Frage zu kommen, muss ein Produkt:
Informationen aus externen Quellen wie Nachrichtenmedien, sozialen Medien, behördlichen Einreichungen, dem Darknet usw. sammeln
Echtzeit-Benachrichtigungen über Änderungen im Risikoprofil einer Organisation senden
Risiken kategorisieren und priorisieren
Risikoanalysetools und Risikobewertung bereitstellen