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Ausgaben für Unternehmenssoftware während der COVID-19-Krise

6. April 2020
von Michael Fauscette

Eine große Anzahl von Mitarbeitern auf Vollzeit-"Homeoffice" umzustellen, bringt viele Herausforderungen mit sich – insbesondere für diejenigen Mitarbeiter, die nicht regelmäßig remote gearbeitet haben, und für Unternehmen ohne eine etablierte Kultur der Fernarbeit.

Die neue Normalität innerhalb (und um) die COVID-19-Krise schafft die Notwendigkeit für viele Unternehmen, in Werkzeuge zu investieren, die Fernarbeit erleichtern; die Ferninteraktion mit Interessenten und Kunden; und in einigen Branchen die Fähigkeit, Dienstleistungen aus der Ferne zu erbringen.

Um zu verstehen, was Unternehmen und Mitarbeiter tun, um mit dieser neuen Normalität umzugehen, hat G2 Research eine Umfrage unter 676 Befragten durchgeführt, die aus B2B-Arbeitern aller Branchen bestehen. Ungefähr 52 % der Befragten kommen aus den Vereinigten Staaten; ~15 % aus dem Vereinigten Königreich; ~15 % aus Indien; ~11 % aus Australien; und ~8 % aus Kanada.

SaaS-Ausgaben während COVID-19

In der Umfrage haben wir eine Reihe von Fragen zu Softwareausgaben und Akquisitionstrends in der aktuellen wirtschaftlichen Umgebung aufgenommen. Die allgemeine Meinung vieler Analysten, Experten und Unternehmensleiter scheint zu sein, dass Unternehmen nur das absolut Notwendige ausgeben würden, um funktionsfähig zu bleiben, und dass die erworbenen Werkzeuge nicht unbedingt beibehalten würden, sobald die Krise endet.

Es mag überraschend sein, aber die Daten aus der Umfrage unterstützen diese Meinung nicht.

Als gefragt wurde, wie sich die Softwareausgaben ihres Arbeitgebers während der COVID-19-Krise ändern würden, gaben fast 50 % der Befragten an, dass die Ausgaben steigen werden, während 32 % angaben, dass sie gleich bleiben werden. Mit anderen Worten: Fast 70 % der Befragten glauben, dass die Ausgaben für Software gleich bleiben oder steigen werden.

Darüber hinaus glauben nur 12 % der Befragten, dass die Softwareausgaben sinken werden. Die Segmentierung der Daten nach Unternehmensgröße ergibt ähnliche Ergebnisse, wobei das Unternehmenssegment mit 54 % die Ausgabenerhöhung anführt. Nur im Segment der kleinen Unternehmen übertrifft "gleich bleiben" die steigenden Ausgaben.

Die Gesamtzahl der Anwendungen, die als Reaktion auf die Krise hinzugefügt wurden, ist ebenfalls signifikant – und möglicherweise unerwartet. Nur 7 % der Befragten haben keine neuen Anwendungen hinzugefügt. Am oberen Ende haben 24 % der Befragten fünf oder mehr Anwendungen hinzugefügt.

Welche Arten von Anwendungen fügen Unternehmen hinzu, um Fernarbeit zu erleichtern? 

Wenig überraschend sind Werkzeuge, die Remote-Mitarbeitern helfen, zusammenzuarbeiten und ihre Arbeit zu erledigen, die Spitzenreiter. Webkonferenzlösungen sind unerlässlich für interne Meetings und Zusammenarbeit, die Arbeit mit Partnern und die Interaktion mit Interessenten und Kunden. In einigen Branchenumgebungen, wie Bildung oder Medizin, können sie auch eine Möglichkeit bieten, Dienstleistungen aus der Ferne an eine verteilte Kundenbasis zu erbringen. Es gibt Plattformen in jedem dieser vertikalen Bereiche, die spezialisiertere Funktionen bieten (siehe Online-Lernplattformen, virtuelle Klassenzimmer und Telemedizin-Software), aber Webkonferenzwerkzeuge sind leicht verfügbar und bieten oft eine kostenlose Testversion oder eine Freemium-Version an.

Erhöhte Ausgaben für Unternehmen, die in der Vergangenheit wenig bis gar keine Fernarbeit geleistet haben, sind zumindest kurzfristig zu erwarten. Die Skalierung der bestehenden Infrastruktur ist auch ein Grund, auf robustere Werkzeuge aufzurüsten. Die Ausgaben könnten kurzfristig sein, da diese neuen Produkte cloudbasierte Abonnements sind und nach der Krise abgeschaltet werden könnten.

Das scheint jedoch nicht der Plan für viele der von uns befragten Unternehmen zu sein. 32 % der Befragten glauben, dass ihre Unternehmen alle neuen Technologien und Prozesse über die Krise hinaus beibehalten werden, und 76 % planen, einige oder alle der neu erworbenen Software beizubehalten.

Ausgabentrends damals, jetzt und in der Zukunft

Es ist offensichtlich, aber die Ermöglichung eines schnellen Wechsels von "Büroarbeit" zu "Homeoffice" erfordert eine Investition in neue Technologie. Sicherlich zeigt die Umfragedaten das deutlich. Aber da so viele Befragte planen, die neue digitale Technologie beizubehalten, stellt sich die Frage: Ist diese Krise der Katalysator für beschleunigten Wandel?

In der Finanzkrise 2008 wechselten viele Unternehmen von älterer, kapitalintensiver On-Premises-Software zu cloudbasierter Software, die aus Betriebskosten finanziert werden konnte, in einem Umfeld begrenzter Kapitalverfügbarkeit. Diese Veränderung markierte den Wendepunkt von SaaS: vom begrenzten Einsatz zur fast allgegenwärtigen Nutzung. Seit einiger Zeit sprechen wir über die digitale Transformation von Unternehmen, aber Fortschritt und Wandel waren langsam. Wird diese Krise den Übergang zur Digitalisierung so stark beschleunigen, dass Unternehmen, zumindest in vielen Teilen der Wirtschaft, dauerhaft verändert werden?

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Michael Fauscette
MF

Michael Fauscette

Michael is an experienced technology executive with a diverse software background that includes experience as a software company executive and leading a premier marketing research team. Michael is a published author, blogger, photographer, and accomplished public speaker on emerging trends in business software, digital transformation, and customer experience strategies.