Was ist normative Ökonomie?
Normative Ökonomie ist ein Ansatz, der präskriptive Urteile über wirtschaftliche Szenarien widerspiegelt. Diese Denkschule betont Werturteile anstelle von Fakten, die auf Ursache-Wirkungs-Beziehungen basieren.
Wenn die Regierung Änderungen der öffentlichen Politik umsetzt, schlägt die normative Ökonomie vor, was lediglich auf Urteilen basierend resultieren könnte. Es ist nicht möglich, normative Ökonomie zu verifizieren oder zu testen, da sie auf meinungsbasierter Analyse beruht.
Investmentprofis verwenden Software für das Investmentportfoliomanagement, um Investitionen in der Wirtschaft aufzubauen, zu verfolgen und zu verwalten. Investoren können eine Kombination aus normativer und positiver Ökonomie verwenden.
Ursprung der normativen Ökonomie
Die normative Ökonomie ist mit Arthur Cecil Pigous The Economics of Welfare verbunden. Darin entwickelte Pigou das Konzept der Externalitäten. Nach Pigou entstand in den 1930er Jahren das Konzept der neuen Wohlfahrtsökonomie, das als zweite Form der normativen Ökonomie gilt.
In der neuen Wohlfahrtsökonomie wurden normative Aussagen über Politik und Wohlfahrt unter Verwendung des Pareto-Prinzips gemacht, um einen Zustand der Pareto-Effizienz zu erreichen.
Teilgebiete der normativen Ökonomie
Es gibt verschiedene Teilgebiete innerhalb der normativen Ökonomie. Dazu gehören:
- Sozialwahltheorie: Ein Analyseframework, das individuelle Meinungen, Interessen oder Wohlfahrt kombiniert, um eine kollektive Entscheidung zu treffen. Die Sozialwahltheorie übersetzt individuelle Präferenzen in eine kollektive Gruppenpräferenz.
- Kooperative Spieltheorie: Dieses theoretische Framework schlägt vor, wie sich soziale Situationen unter konkurrierenden Koalitionen von Spielern entwickeln. Die kooperative Spieltheorie sagt voraus, welche Koalitionen sich bilden werden und welche Aktionen Gruppen unternehmen werden, um die Auszahlung zu erhalten.
- Mechanismusdesign: Auch als umgekehrte Spieltheorie bezeichnet, versucht dieses Framework zu verstehen, wie Unternehmen Ergebnisse trotz individueller Eigeninteressen und unvollständiger Informationen erreichen können.
Beispiele für normative Ökonomie
Normative Aussagen enthalten Werturteile und beinhalten Formulierungen wie „müssen“, „sollten“ und „müssen“. Nachfolgend einige Beispiele für normative ökonomische Aussagen:
- Wir sollten die Bundessteuern halbieren.
- Die Regierung sollte allen Bürgern kostenlose Gesundheitsversorgung bieten.
- Wir müssen mehr staatlich finanzierte Leistungen bereitstellen, damit jeder genug Geld zum Leben hat.
- Die Steuern sind derzeit für die meisten Menschen zu hoch, daher müssen wir sie senken.
- Die Inflation ist schädlicher als Arbeitslosigkeit, und wir müssen die Inflation sofort unter Kontrolle bringen.
Normative Ökonomie vs. positive Ökonomie
Normative und positive Ökonomie sind zwei verschiedene Denkschulen in der modernen Ökonomie. Normative Ökonomie betont, wie die Wirtschaft basierend auf präskriptiven Urteilen und Meinungen aussehen sollte. Positive Ökonomie bezieht sich auf eine objektive Analyse der Ökonomie, die auf Fakten beruht und mit Daten getestet oder bewiesen werden kann.

Alyssa Towns
Alyssa Towns works in communications and change management and is a freelance writer for G2. She mainly writes SaaS, productivity, and career-adjacent content. In her spare time, Alyssa is either enjoying a new restaurant with her husband, playing with her Bengal cats Yeti and Yowie, adventuring outdoors, or reading a book from her TBR list.
